Fleißige Biene am Nektar sammeln. Noch ist kein Bienenstich vorprogrammiert.

Der Bienenstich – schmerzhaft und juckend

Bienenstich & Wespenstich – es kann immer mal passieren!

Der Sommer ist zwar schon vorbei, doch man sieht noch immer hier und dort die ein oder andere Biene fliegen. Manche sind sogar noch fleißig dabei den letzten Nektar für dieses Jahr zu sammeln. Das beste Beispiel dafür war letzte Woche bei den Todtnauer Wasserfällen. Ein ganzer Strauch war voll mit fleißigen Bienen. Nichtsdestotrotz wurde ich in Todtnau von einem Bienenstich verschont.

Dennoch kennt es jeder und es hatte sicherlich jeder schonmal einen. Einen Bienenstich! Mein letzter ist knapp 8 Wochen her. Allerdings wurde ich von einer Wespe gestochen, ins Ohr. Das Ganze zwei Mal, und das während ich bei 30 kmH aufm Roller war! Im Helm!

Was tun bei Bienenstich?

In der Regel mein Rat an Dich. Bei allergischen Reaktionen, oder einem Stich in der Halsgegend sowie im Mundraum. Kontaktiere sofort einen Arzt!!

Solltest Du nicht allergisch sein, oder erfolgte der Stich an anderer Stelle, dann keinen Grund zur Panik. Es gibt ein paar tolle Hausmittel, die bei einem Insektenstich hilfreich sein können. Ob verursachte Rötungen, Juckreiz, und Schwellungen, eine Linderung des Schmerzen ist immer nützlich.

Wurdest du von einer Biene gestochen, dann entferne möglichst schnell den Stachel. Dieser pulsiert nämlich und pumpt weiterhin Gift in die Wunde. Je schneller Du ihn entfernst, umso weniger Gift ist in deinem Körper.

Anderes gilt, wie in meinem Fall, bei Wespen. Während Bienen einen Widerhaken besitzen, weisen Wespen keinen auf. Dementsprechend sind sie in der Lage öfters zuzustechen. Bienen stechen in der Regel nur einmal zu, und sterben daraufhin.

Schmerz lindern?

Ein paar Hausmittel gegen einen Bienenstich sollte man immer in petto haben. Diese Schaden nicht, und Du kannst sie bei der nächsten Gelegenheit gerne mal austesten. Mein Favorit, ist Punkt Nummer zwei. Diesen wende ich in der Regel immer an sofern ich das Nötige Material da habe. Brauchst du andere Rezepte wie Honigfutterteig oder Winterfutter, dann bist Du auf den beiden Links richtig.

Punkt Eins: Die Quarkkompresse

Nimm ein bis zwei gehäufte Teelöffel Quark, ob Magerquark oder nicht spielt keine Rolle. Streiche den Quark auf ein Taschentuch und lege dieses auf die Einstichstelle. Dies kühlt wunderbar und sollte den Juckreiz lindern. Einwirken kannst du die Kompresse ca. 20 Minuten lang.

Punkt Zwei: Die Zwiebel

Wie gesagt, mein Favorit! Schneide einfach eine Zwiebel in zwei Hälften und reibe damit den Bienenstich ein. Der Zwiebelsaft hilft deinem Körper beim entgiften und abschwellen der Wunde. Zugleich lindert er den Schmerz. Je schneller du es behandelst, umso wirkungsvoller ist die Hilfe. Mit anderen Worten, bist Du draußen, habe immer eine Zwiebel in der Tasche 😉

Punkt Drei: Milchreis

Bitte nur kalten Milchreis verwenden!! Milchreis erfüllt seinen Zweck durch Kühlung! Streiche Deinen Stich etwas damit ein, und wiederhole den Vorgang nach Bedarf. Durch die Kühlung sollte sich nicht so eine große Schwellung bilden.

Punkt 4: Apotheke

In der Apotheke findest einige Salben die dir helfen werden bei einem Bienenstich. Ein Gel oder Bachblütencreme. Die Salben sollen kühlend wirken und eine verringerung der Schwellung wird Ihnen nachgesprochen. Solltest Du mehr Informationen brauchen, dann Frage am besten den Apotheker Deines Vertauens.

Fazit

Wie Du siehst, es gibt einige Mittel mit denen man sich selbst behilflich sein kann. Ich wünsche Dir weiterhin einen schönen Herbst und bis bald zum nächsten Artikel!

 

 

Liebste Grüße

Dein Kristian

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Bienenschlupfzeit. Wann ist sie genau?

Wann schlüpfen eigentlich Bienen?

Womöglich hast Du Dir noch nie Gedanken darüber gemacht wann deine Bienen schlüpfen. Oder vielleicht hast Du Dir schon Gedanken darüber gemacht wann sie schlüpfen? Nichtsdestotrotz hat sich bestimmt noch keine Möglichkeit ergeben der Sache genau auf den Grund zu gehen. Zumal Du nicht tagtäglich vor Deiner Bienenbeute sitzen, und stündlich hineinspähen kannst ob sich etwas tut. Also wann ist denn nun die Bienenschlupfzeit?

Um das Ganze übersichtlich und einfach für Dich zu gestalten habe ich eine Tabelle erstellt. Bei dieser kannst Du nachschauen und es sogar mit Deinem eigenen Bienenschwarm abgleichen. Somit sollte es kein Problem sein zu wissen, wann deine Brut schlüpft.

Bienenschlupfzeit tabellarisch dargestellt

Die Bienenkönigin ist die zentrale Steuereinheit des ganzen Bienenvolkes. Sie ist das einzige geschlechtsreife weibliche Tier innerhalb des ganzen Bienenschwarmes. Ebenfalls ist sie größer als die anderen Bienen innerhalb des Bienenvolkes. Ein schönes Foto von einer markierten Bienenkönigin kannst Du hier finden. Des weiteren ist die Bienenkönigin für die pheromonelle Steuerung des Volkes zuständig. Obendrein sorgt sie für den Nachwuchs indem sie Eier legt sofern sie begattet wurde. Zuletzt ist noch anzumerken, dass die Bienenkönigin ebenfalls einen, schmerzhaften Stachel wie ihre Arbeiterinnen besitzt. Dieser wird jedoch nur zum exekutieren von vermeindlichen Rivalinnen während der Paarungszeit genutzt.

Entwicklungszeiten der Honigbiene im Vergleich
Königin Arbeiterin Drohn
Ei befruchtet befruchtet unbefruchtet
Ablage in Weiselnäpfchen Arbeiterinnenzelle Drohnenzelle
Fütterung Königinnen- oder Weiselfuttersaft zu Beginn mit Arbeiterinnenfuttersaft,später mit Mischfutter Drohnenfuttersaft
Entwicklungszeit 16 Tage 21 Tage 24 Tage
Ei • 3 Tage • 3 Tage • 3 Tage
Larve • 5 Tage • 6 Tage • 8 Tage
Puppe • 8 Tage • 12 Tage • 15 Tage
Schlupfgewicht etwa 200 mg etwa 100 mg etwa 200 mg
Körperlänge 18 – 22 mm 12 – 15 mm 15 – 17 mm
Geschlechtsreife etwa 7 Tage etwa 14 Tage
Lebensdauer 3 – 4 Jahre im Sommer 2 – 6 Wochenim Winter 4 – 7 Monate 1 – 3 Monate

                                                     Quelle: © Wikipedia / CC /

Bienenschlupfzeit und Legeleistung

Die stärke eines Bienenvolkes schwankt vermehrt im Laufe des Jahres. Im Frühling beziehungsweise Frühjahr, kann man davon ausgehen, dass die Volksstärke am geringsten ist. Zur Sonnenwende hin, ist sie am stärksten. Eine gut Königin schafft es pro Tag um die 1.500 – 2.200 Eier zu legen. Bei so einer Legeleistung befinden wir uns im Monat Mai. Dies ist wohlgemerkt eine beachtliche Anzahl an Eier. Diese übersteigen sogar ihr eigenes Körpergewicht!

 

Ich hoffe Dir gefällt die kleine Tabelle und wünsche Dir viel Spaß weiterhin beim Imkern.

Liebste Grüße

Dein Kristan

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Eine markierte Bienenkönigin im Behälter

Der Kunstschwarm mit einer alten Bienenkönigin

Hilfe, meine Bienenkönigin ist zu alt

Deine Bienenkönigin ist alt? Was soll ich machen? Früher oder später wird der Tag kommen, an dem Du Dich entscheiden musst was Du unternimmst. Entnimmst Du sie manuell, oder überlässt Du die Arbeit Deinen Bienen? Um Dir bei Deiner Entscheidung zu helfen, habe ich bereits einen Artikel angelegt. Diesen findest du hier. Hast Du Dich dafür entscheiden Deine Bienenkönigin zu behalten, und weißt jedoch nicht was du mit ihr tun sollst? Dann werde ich Dir hier einige tolle Tipps geben was Du tun kannst! Folglich ist mein Tipp an Dich der Kunstschwarm!

Was ist ein Kunstschwarm?

Nein, ein Kunstschwarm ist kein Bienenschwarm mit dem Du Kunststücke vollführen kannst. Vielmehr ist ein Kunstschwarm ein künstlich angelegter Bienenschwarm durch einem Imker. Für solch einen Schwarm werden auszuwechselnde Königin samt einer Anzahl an Bienen, in eine neue Bienenbeute oder einen Ablegerkasten gesetzt. Kurzum, Du kannst damit künstlich Deine Völker vermehren. Zudem bietet sich der Vorteil, dass Du ein Volk quasi von Beginn an neu aufziehen kannst. Ein Neustart sozusagen.

Gründe hierfür gibt es einige. Um einen wichtigen davon zu nennen, Gesundheitsvorsorge. Ein frisches Bienenvolk ist natürlich noch nicht so sehr von Milben, um genauzusein Varroamilben geplagt. Zudem bietet sich der Vorteil einer Bestandserweiterung.

Lege einen Kunstschwarm an!

Da Du nun weißt worum es sich hierbei handelt, gebe ich Dir einen kleinen Leitfaden wie Du diesen Vorgang angehst. Dein erster Schritt sollte es sein, eine vollfunktionsfähige Bienenbeute zu haben! Diese solltest Du vorher ordentlich säubern und bereits deinem Wunschort platziert haben. Diese Bienenbeute stattest Du dann mit einigen Mittelwänden aus. Im nächsten Schritt musst Du Dich für ein Volk entscheiden. Dieses sollte möglichst jung, gesund und stark sein. Nimm dazu die Waben aus der alten Beute heraus, und fege die Bienen in Deine neue Bienenbeute hinein. Passendes Bienenzubehör, um Dir den Vorgang zu erleichtern, findest Du hier.

Eine markierte Bienenkönigin. Bereit für einen Kunstschwarm
Eine markierte Bienenkönigin, bereit für einen Kunstschwarm © Stefan Krupp

Von nun an gibt es zwei Möglichkeiten. In der Regel wird jetzt eine passende Königin herausgesucht. Sie ist normalerweise jung, und befindet sich in einem begatteten oder unbegatteten Zustand. Da wir für unsere Vorhaben unsere alte, tüchtige Königin verwenden möchten, nehmen wir diese! Deinem Volk fehlen zu diesem Zeitpunkt noch einige komponenten. Nämlich Honigvorräte und eine Brut. Ein Rezept für eigens hergestelltes Futter habe ich hier für Dich. Der nächste Schritt ist, deine Königin in einem Zusetzkäfig eingesperrt, für einige Stunden in die Bienenbeute zu legen. Dies bietet den großen Vorteil, dass sich die Bienen an den neuen Geruch der Königin gewöhnen können. Nachdem nun einige Zeit vergangen ist, und die neue Bienenkönigin von deinem Kunstschwarm akzeptiert wurde, geschieht das wundervolle! Der somit neu erzeugte Kunstschwarm wird mithilfe ihrer neuen Königin eine neue Brut und Honig herstellen!

Merke es Dir gut!

Im Folgenden gebe ich Dir noch einen Ratschlag mit auf den Weg. Möchtest Du einen Kunstschwarm hochziehen, dann bedenke das Du dies nicht vor Beginn der Obstblüte und nicht nach mitte September tust. Du brauchst nämlich genügend Bienen für Dein Vorhaben. Ein guter Richtwert sind gut 1,5 KG Bienen bis Mitte Juni und rund 2 KG Bienen bis Mitte Juli.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim heranzüchten Deines Kunstschwarmes

Beste Grüße

Dein Kristian

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Schöne Blüten im Garten

Bienenkönigin – wie lange Leben lassen?

Wie lange sollte man eine Bienenkönigin am Leben lassen?

Nun vorerst möchte ich sagen, dass sich hier viele Meinungen voneinander trennen. Manch einer behält seine Königin nur für zwei Jahre, ein anderer wechselt die Bienenkönigin nie aus. Demnach erhaltet ihr im weiteren Verlauf des Artikels meine Einschätzung über die ganzen Umstände. Was ich für richtig halte, muss natürlich nicht auch gleich auf Dich zutreffen. Dennoch soll es Dir als Gedankenstütze dienen, wie Du Dir diese Fragen beantworten möchtest. Eine Anleitung was Du beachten solltest beim Zusetzen einer neuen Königin folgt nächste Woche – also sie gespannt darauf!

Ich für meinen Teil, bin der Meinung, dass man Bienenköniginnen ruhig bis zu 3 Jahre behalten kann. Vorausgesetzt sie sind weiterhin stark und widerstandsfähig. Womöglich steigt das Risiko, das sie weiselos wird, das kann man allerdings mit etwas Erfahrung relativ gut abschätzen. Folglich solltest Du immer bei einem Wechsel auch noch reserve Königinnen haben. Falls Dir eine wegstirbt, nicht akzeptiert wird, hast Du immernoch welche in petto! Die Faktoren ob eine Königin vom Bienenvolk angenommen wird oder nicht, sind unterschiedlich. Nachlesen kannst Du das hier.

Welche Faktoren wichtig sind!

Damit eine Königin, auch den Titel Königin verdient, muss sie natürlich Leistung erbringen. Eine Wirtschaftskönigin wird daher nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit ausgetauscht. Das Geburtsjahr wird hierbei nicht miteinberechnet. Das bedeutet im Klartext, Geburtsjahr + zwei Jahre sind eigentlich 3 Jahre. Merke Dir, das dies kein Dogma ist! Die Leistung ist im Endeffekt entscheidend, restliches Ansichtssache. Sollte eine Königin im ersten Jahr keine Leistung aufweisen, wechsle ich sie auch schon früher aus. Demgemäß muss sie Leistung für das Volk erbringen. Besitzt du gute tüchtige Reinzucht Königinnen ( Links zu Partnern auflisten), darfst Du Dir ruhig überlegen Gnade walten zu lassen. Schlechte Reinzucht Königinnen behandelst du dementsprechend wie normale Wirtschaftsköniginnen.

Was tun mit schwächelnden Königinnen?

Nun eine tolle Idee für eine Reinzucht Bienenkönigin wäre sie nach erfolgreich erbrachter Leistung herauszunehmen. Mit ihr kannst du dann einen Kunstschwarm heranzüchten. Weitere Details zu einem Kunstschwarm und wofür dieser gut ist, folgen in kürze.

Eine Bienenkönigin inmitten ihrer Bienen
Eine Bienenkönigin inmitten ihrer Bienen © Stefan Krupp

Alternative Möglichkeiten

Alternativ kannst du auch auf Dein Bienenvolk vertrauen. Bienen sind intelligente Tiere, die genau wissen, wann die Zeit reif ist für einen wechsel. In der Natur läuft es nicht anders ab. Sofern eine Königin nicht mehr voll ihrer Arbeit nach geht, bzw. nicht mehr nachgehen kann, so wird sie ausgewechselt. Natürlich hängt das auch von deiner Art zu imkern ab. Möchtest du auf Leistung und Ertrag imkern, dann ist diese Methode sicherlich nicht ansprechend für Dich. Imkerst du zum Spaß, kannst du ruhig Deinen Bienen alles überlassen. Sie werden die alte Bienenkönigin abtöten und sich eine neue heranzüchten. Ganz von alleine. Besitzt du eine Bienenkiste, dann würde ich dort so oder so nicht eingreifen. Dafür ist das Modell der Haltung nicht gedacht. Bei einem Bienenkasten lautet mein Motto „Setz Dich davor, und genieße einfach den Lauf der Natur“.

Bist du zart besaitet?

Sicherlich wird es nicht jedem leicht fallen eine alte Königin einfach zu töten. Zumal es ja auch ein Eingriff in die Natur ist. Das musst Du ja auch nicht unbedingt. Mit anderen Worten, züchte dir einen Kunstschwarm, oder benutze sie einfach für Reservevölker.

Ich hoffe du hattest Spaß beim lesen und ich konnte Dir beim beantworten dieser Frage helfen!

 

Liebste Grüße

Dein Kristian

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Eine Pollen sammelnde Biene in meinem Garten. Auffütterung

Auffütterung – worauf es ankommt.

Der Winter naht – Auffütterung

Jedes Lebewesen hier auf unsere Erde braucht Nahrung. Du, ich, Deine Haustiere und der schwarze Rabe auch welcher jeden Abend auf der Tanne steht. Folglich brauchen deine Bienen in deiner Bienenbeute auch Nahrung – vor allem im Winter! Eine Auffütterung steht bevor!

Doch wie viel brauchen sie? Im Schnitt kann man sagen, dass ein Volk den Winter über ca. 15Kg Honig benötigt. Ein starkes Volk etwas mehr, ein schwaches Volk etwas weniger. Solltest Du tatsächlich keine Erfahrung haben, dann kannst Du einen Ratschlag verfolgen. Besser zu viel als zu wenig! Mit anderen Worten, lagere Dir ruhig bis zu 20Kg Honig, das wird definitiv genügen.

Bedenke nur, dass genügend freie Wabenflächen für die Brut bleiben. Demnach überfüttere deine Bienen nicht.

Im Grunde genommen sollten die Bienen, ohne eine Auffütterung auskommen. Jedoch gibt es mittlerweile nicht mehr viele Trachtpflanzen um die Bienen optimal versorgen zu können. Wie bereits in einem anderen Artikel von mir beschrieben, gibt es viele Faktoren die den Möglichen Vorrat an Honig beeinflussen können. Ein Punkt z.B. wäre schlechtes Wetter gekoppelt mit viel Regen.

Was kann ich verfüttern?

Du solltest, wie bereits oben beschrieben, ca. 15-20Kg von dem eigenen Honig Deiner Bienen bereithalten. Dieses kannst das bedenkenlos an Deine Bienen verfüttern. Merk Dir aber, dass Du das nur mit deinem eigenen Honig tun solltest und nie mit Industriehonig / Auslandshonig. Grund hierfür ist, dass sich in ausländischen Honigen mit sehr hoher wahrscheinlichkeit „Faulbrutsporen“ befinden. Sollten deine Bienen solch einen Honig fressen, dann werden sie unter der „amerikanischen Faulbrutseuche“ leiden! Dies ist eine Meldepflichte Bienenkrankheit.

Demnach ein Merksatz: Verfüttere stets Deinen eigene Honig, oder den eines Imkers Deines Vertrauens.

Alternativ kannst Du ein Flüssigfutter benutzen. Das Flüssigfutter ist ein Zucker-Sirp wie zum Beispiel „Apiinvert“.Dein Winterfutter kannst Du auch selber zubereiten wobei sich dafür zwei Varianten anbieten.

Mischungsverhältnis 1:1

Hiebei beträgt das Mischungsverhältnis 1:1. Das bedeutet Du benutzt 1Kg Zucker und 1 l Wasser. Damit sollten ~1,2 Kg Futter entstehen.

Mischungsverhältnis 3:2

Die zweite Variante sind Zucker 3Kg und Wasser 2Kg. Dabei erhälst du aus 1Kg Zucker , knapp ~1,3Kg Futter für deinen Bienen.

Welche Variante Du für Dich bevorzugst, solltest Du am besten für Dich austesten. Mische einfach mal beides zusammen und entscheide im Anschluss für Dich.

 Wie viel soll ich füttern?

Nun, vermutlich wirst Du nicht komplett 15kg Futter benötigen. Kurzum, deine Bienen weder bereits einen Vorrat für sich haben. Diese Menge musst Du nicht Auffütterung, sondern berücksichtigst diese. Um en Vorrat bestimmen zu können, kannst du Deine Augen benutzen – grobe Einschätzung, oder du wiegst deine Bienenbeute.

Entscheidest Du Dich für die Einschätzung mit Deinen Augen, dann kannst Du davon ausgehen, dass eine voll verdeckelte Wabe um die 2Kg wiegt.

Bei der anderen Variante nimmst Du Dir eine Federwaage zur Hilfe. Keine Panik, die Rechnung wird kein Hexenwerk sein! Kleiner Satz am Rande, ich war nie ein Mathegenie, aber hierfür reicht es!

Für die Rechnung, musst du das Leergewicht Deiner Bienenbeute & Deinen Bienen kennen. Bevor Du mit der Auffütterung beginnst, hebst Du eine Seite der Beute soweit an das diese leicht kippt. Jetzt kannst Du das Gewicht erörtern. Bedenke das Du diesen Wert x2 nehmen musst, da Du ca. nur die Hälfte angehoben hast.

Von diesem Ergebnis ziehst Du das Leergewicht der Bienenbeute sowie Deinen Bienen ab. Damit wären wir auch schon fertig mit unserer Rechnung. Mit dem obigen Ergebnis, kennst Du nun Deinen benötigten Wintervorrat.

Um Dir das ganze etwas verständlicher zu machen, gebe ich Dir eine kleine Beispielrechnung. Angenommen Du hast eine Bienenbeute deren Leergewicht 22Kg beträgt – inklusive Bienen, Wachs und Brut. Leergewicht bedeutet, dass sie kein Futter enthält. Bei 21Kg Futter wären wir bei einem Gewicht von 43Kg. Ergo, sollte das halbe Gewicht, gemessen mit der Federwaage, bei knapp 21,5Kg liegen.

Bitte VORSICHT vor Überfütterung!

Wie auch zuvor in meinen ganzen Beiträgen beziehe ich mich immer auf unsere Region sowie „Standart Bienenvölker“. Überdies gibt es allerdings Spättrachten, bis August oder September. Bienen die diesen Nektar noch einsammeln und Honig produzieren musst Du unbedingt berücksichtigen. Wenn du dies nicht tust und überfütterst, kann es passieren das die Königin keinen Platz mehr für ihre Eiablage hat. Demzufolge wird das Volk über den Winter geschwächt.

Besitzt du eines dieses Bienenvölker, dann kannst du bis zu 20% weniger Futter (wir gehen wieder von 15Kg aus) für die Auffütterung einplanen.

Die Varrorabehandlung – wann genau?

Um die Frage, wann Du gegen Varroramilben behandeln solltest, zu beantworten, musst Du Dir eine Frage stellen. Haben Deine Bienen genügend Futter für die nächsten 3 wochen? Ein wichtiger Punkt ist, dass Deine Bienen nach der Honigernte nicht verhungern. Sofern Deine Bienen genügend Futter für die nächsten 3 Wochen haben, dann beginne sofort mit der Varrorabehandlung. Denn, je mehr Tage vergehen, desto mehr Milben bilden sich! Sollte jedoch noch eine Tracht ausstehen, so kannst Du auch vor der Ernte gegen Varrora behandeln. Es empfiehlt sich hier eine Behandlung mit einem Schwammtuch sowie Ameisensäure. Diese geht relativ schnell von statten und ist äußerst wirkungsvoll.

Bei unseren ersten Schleudern im Jahr, Ende Mai – Mitte Juli sollten die Varroramilben sich nicht extrem vermehrt haben. Geht es jedoch auf die heißen Sommermonate zu, wird die Behanlung immer wichtiger. Führst Du keine Behandlung durch, wird dein Volk um ein vielfaches Anfälliger gegenüber anderen Bienenkrankheiten. Die Varroamilben begünsten diese Anfälligkeit immens. Davon abgesehen sollte dein Volk mindestens 5Kg Futter zur Verfügung haben. Ist dies gegeben, steht der Behanlung nichts mehr im Wege.

 

Ich freue mich, wenn ich Dir helfen konnte!

 

Liebe Grüße wünscht, Dein Kristian.

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